Es ist nicht mehr genau feststellbar, wann einige, vom Karnevalsbazillus befallene Narren, den Entschluss gefasst haben, in bunter Verkleidung, auf abenteuerlich anmutenden Vehikeln thronend, am Rosenmontag in den Ortschaften Hasselt und Qualburg umherzuziehen.

Wahrscheinlich haben sie sich an ihre Kindheit erinnert, als sie bunt verkleidet und singend von Tür zu Tür zogen und um ein kleine Gabe baten. Der Chronist jedenfalls ist der Meinung, dass in dieser alten, bis heute erhaltenen Tradition der Ursprung des Hasselter Karnevalszug zu suchen ist.

Das waren aber nicht die einzigen aktiven Narren. Auch im Saale wurde Karneval gefeiert. Das geschah allerdings gewissermaßen hinter verschlossenen Türen. Der Bürgerschützenverein Hasselt-Qualburg veranstaltete für seine Mitglieder sogenannte Kappenabende, die im Laufe der Zeit immer größeren Zuspruch fanden.. Dies weckte bei den Akteuren den kühnen Wunsch, an einen zweiten Abend das Programm öffentlich darzubieten. Damit war auch die Hoffnung verbunden, neue Mitwirkende für die Bühne zu begeistern.

Sowohl die ständige Zunahme in der Beteiligung am Karnevalszug als auch der Wunsch der Bühnenakteur nach einen öffentlichen Auftritt waren die Auslöser für eine Zusammenkunft von Abordnungen beider Interessengruppen.

Man traf sich am 22. Oktober 1972 in der Gaststätte Schwanenhof Schneppenbaum. Am Ende der Versammlung wurde beschlossen, einen Karnevalsverein zu gründen.

War schon die Vereinsgründung mit heftigen „Geburtswehen“ verbunden, so ist es nicht verwunderlich, dass es mit der Satzungsgebung nicht andres verlief. Es dauerte immerhin bis zum 10. März 1974, bis alle Regularien im Paragraphen gefasst waren und als Vereinssatzung beschlossen werden konnten.

 

Von da an begann ein ständiger Aufschwung wie die nachfolgenden markanten Daten eindrucksvoll belegen:

02.02.1974
1. Prunksitzung im Saale Grüntjes-Caldenhoven

1975
Als Folge des großen Zuspruchs aus der Bevölkerung wurde eine zweite Sitzung eingelegt

29.02.1976
Unter dem Motto: „Met voll Humor in et 10 Jahr“ nehmen 14 Wagen, 11 Fußgruppen und 4 Musikkapellen am Tulpensonntagszug teil.

09.01.1979
Die HCG wir im Vereinsregister eingetragen

03.02.1979
Die ersten Exemplare des neu geschaffenen Vereinsorden werden an Bürgermeister van Aaken und Gemeindedirektor van Eck verliehen.

28.10.1984
Der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende Gerd Pau wir zu Ehrenvorsitzenden gewählt.

1985
Die Kartennachfrage konnte in den letzten Jahren nicht mehr erfüllt werden. Deshalb wird ab 1985 eine 3. Prunksitzung veranstaltet.

1987
Auf Initiative der HCG finden sich alle Karnevalstreibenden Vereine und Abteilungen aus der Gemeinde zusammen und gründen das Bedburg-Hauer Tulpensonntagskomitee, kurz BTK genannt.

1987/88
Die HCG stellt mit Gabi I. Die erste Karnevalsprinzessin des Bedburg Hauer Karnevals

01.01.1988
Beitritt zum Bund deutscher Karneval

13.11.1993
Die HCG stellt mit Sonja I. (Bitter) die nächste Prinzessin, begleitet von Adjutant Anton Peters und Garde. Höhepunkt ihrer Regentschaft ist der Tulpensonntagszug am 13. Februar 1994, der durch immer höher steigende Besucherzahlen seinen Stellenwert beweist.

1995
Es wird für die Proklamation ein Programmheft erstellt

1997/98
Die HCG stellt mit Diana I. (Dersch) die nächste Tulpensonntagsprinzessin, die von Adjutant Burkhart Gruitrooy und einer tollen Garde unterstützt wird.

1999
Es findet das erste Prinzessinenfrühschoppen in Schloss Moyland statt. Der Verwaltungsdirektor von Schloss Moyland und der amtierende Bürgermeister sind geborene Ehrenmitglieder. Carola Hölzel, Jakob Kohl und Heinz Poorten werden zu Ehrenmitgliedern.

2001/02
Tulpensonntagsprinzessin 2001/02 wurde dann Heike I. (Janssen), begleitet von Adjutant Klaus Bitter und einer Garde von der HCG.

2006/07
Die HCG stellt Prinzessin Anja I. (Haarhoff) und ihren beiden Adjutanten Klaus Bitter und Axel Küpper

2011/12
Wir begrüßen unserer Tulpenprinzessin Lena I. Das Prinzessinenfrühschoppen im Schloss – Moyland war an einem Samstagmorgen mit einem neuen Besucherrekord ein voller Erfolg.